Wassersportverein Worms
Kanuwandern Sommerfahrt auf der Fränkischen Saale
und dem Main
Zu
unserer diesjährigen Sommerfahrt hatten wir uns den Standort
Gemünden am Main ausgesucht. Auf dem sehr schönen
Campingplatz der Stadt fanden wir mit einigen Zelten und
Wohnwagen Platz für 20 Paddler und Ausrüstung. Da wir die
Fränkische Saale befahren wollten hatten wir unsere
Mannschaftskanadier zu Hause gelassen und waren nur mit
Einerkajaks und kleineren Kanadiern Freitags angereist
. Zuerst begutachteten wir die Fränkische Saale, die hier in
den Main mündet und dann die sehr schöne, gemütliche
Altstadt von Gemünden. Am Abend waren alle eingetroffen und
wir saßen noch bis spät in die Nacht gemütlich
beisammen.
Früh am Samstagmorgen starteten wir zu unserer ersten Tour
auf der Fränkischen Saale . Wir mussten mit den PKW und
Bootsanhänger wegen einer Brückenbaustelle einen großen
Umweg über Hammelburg zu unserer Einsetzstelle machen. Aber
um 10:30 Uhr setzten wir dann bei der Brücke in Morlesau
unsere Boote ins Wasser. Gleich nach einigen hundert Metern
passierten wir eine Sohlschwelle, die unsere, mit den
kleinen Booten unerfahrenen, Paddler "erschreckte"
. Doch spätestens nach der nächsten Schwelle mit scharfer
Rechtskurve und Kehrwasser, hatten sich alle auf ihre Boote
eingestellt .
Wir
fuhren durch das ruhige bewaldete Tal bis zu Roßmühle, der
ersten Umtragestelle. Kurze Zeit später waren alle Boote ca.150
m weit umgetragen und wir setzten unsere Fahrt fort. Weiter
ging es durch das malerische Tal, begleitet von der wenig
befahrenen Straße und der Bahnlinie. Am Sportplatz bei Gräfendorf
trugen wir um das Kraftwerk um. Entgegen der Beschreibung im
Kanuführer sollte man rechts die Fischtreppe auf keinen Fall
befahren. Dort nutzten wir die Gelegenheit und machten bei
dem strahlenden Wetter eine ausgedehnte Mittagspause.
In Gräfendorf mündet von rechts die
Schondra, die dem Fluss reichlich Wasser zuführte. Die zügige
Strömung durch ein paar harmlose Stromschnellen brachte uns
zum nächsten Wehr bei Wolfsmünster. Dort gibt es keine
Umtragemöglichkeit, so daß wir an der Wehrkrone überheben
mussten. Einige geübte Paddler unserer Gruppe haben dieses
Wehr links befahren, allerdings wollte einer auch "gleich
mal sein Boot unter Wasser betrachten". Bis zu unserem
Ziel hatten wir nur noch das Wehr beim Kloster Schönau und
das harmlose, verfallene Wehr direkt am Campingplatz von Gemünden
zu überwinden. Am Abend wurde gemeinsam gegrillt und noch
lange nach dem Abendessen das übliche Paddlerlatein erzählt.
Für Sonntag hatten wir uns eine kurze Paddelstrecke auf dem
Main ausgesucht, da wir noch nachmittags zurückfahren
mussten. Wir setzten an der ehemaligen Fähre bei Harrbach
ein und paddelten gemächlich den träge dahinfließenden
Strom hinab bis zur Mündung der Saale und diese ein paar
hundert Meter aufwärts bis zum Campingplatz.
Am Nachmittag wurden die Zelte und die Boote zusammengepackt
und wir fuhren nach Hause. Nachdem die Ausrüstung im
Bootshaus verstaut war, ließen wir das Wochenende noch bei
einem kühlen Bier ausklingen.
Leider gehen solche Wochenenden viel zu schnell vorbei.
Liebe
Paddler !
Bitte beachtet, daß es auf der Fränkischen Saale neue
Befahrensregeln gibt, die man unbedingt einhalten soll. Der
Fluss stand im Jahr 2000 kurz vor der Vollsperrung !