Wassersportverein Worms

Kanuwandern

Rheingau- Tour

Wie in jedem Jahr paddelten wir auch im Jahr 2000 durch den Rheingau.
am Start bei GeisenheimUnser Standquartier war der Campingplatz in Geisenheim. Freitags abends waren alle Mitpaddler angereist und hatten die Zelte und Wohnwagen aufgebaut. Beim gemütlichen Zusammensitzen wurden für den nächsten Tag die Paddler eingeteilt. Am frühen Samstagmorgen wurden die Fahrzeuge an die Ausstiegsstelle gebracht und um 10:30 Uhr waren wir dann auf dem Wasser und paddelten den Rhein hinab.  Bei rascher Strömung ging es an Rüdesheim vorbei , gegenüber liegt die Stadt Bingen mit der Nahemündung und dem  sagenumwobenen Mäuseturm. Das Rheintal verengt sich dort wo die Berge des Soonwald und des Rheingaugebirges an den Fluss herantreten. Der Fluss wird schmäler und die Strömung nimmt zu. Frachtschiffe werden von kleinen Schleppbooten an Seilen gegen den Strom gezogen. Die Wellen schlagen hier besonders hoch , unsere Boote wurden bis weit hinter Assmannshausen durchgeschaukelt.zwei Mannschaftscanadier unterwegs im Rheintal

Bei Assmannshausen liegt ein großer Fels nahe dem rechten Ufer im Fluss. Schon bei mittlerem Wasserstand wird er überspült und stellt ein gefährliches Hindernis dar. Hier sollte man unbedingt auf die Markierungen für die Schifffahrt achten. Einige Kiesbänke liegen schon bei mittlerem Wasserstand frei . Langsam wurde der Strom etwas ruhiger, bei der Stadt Lorch machten wir unsere Mittagsrast.
Nach etwa einer Stunde paddelten wir weiter, an Lorch und Bacherach mit seiner sehenswerten Stadtkulisse vorbei. 

Die " Pfalz " bei Kaub ist eine imposante Festung mitten im Rhein auf einer kleinen Insel gelegen die bei hohem Wasserstand überspült ist. Hier ließen wir uns gemütlich vorbeitreiben und genossen die Aussicht und das schöne Wetter. Kurz hinter Oberwesel macht der Rhein einen scharfen Rechtsknick. Bei niedrigem Wasserstand sind dann schon bald die Felsen der " Sieben Jungfrauen" mitten im Fluss zu sehen und kurz darauf erreicht man den imposanten Loreley-Felsen, der von rechts fast senkrecht aus dem Fluss aufragt. Wir paddelten zwischen St. Goar und Goarshausen hindurch unserem Ziel bei Wellmich entgegen.
der Loreleyfelsen wird bestauntDieser Flussabschnitt durch das malerische Rheintal mit seinen schönen Stadtansichten, mit den Burgen und Felsen und den steilen Weinbergen ist sehr empfehlenswert. Nur wer langsam mitten im Fluß dahingleitet kann die schöne Landschaft aufnehmen. Doch für ungeübte Paddler birgt der Fluß etliche Gefahren durch hohen Wellenschlag, kaum sichtbare Felsen, flache Kiesbänke , starken Rücklauf an engen Kurven , die vielen Ausflugsdampfer besonders an Wochenenden und nicht zuletzt durch das stark eingeengte Fahrwasser für die Schifffahrt .

Am Sonntag transportierten wir dann unsere Boote nach Wiesbaden zum Schiersteiner Hafen. Von dort aus paddelten wir stromabwärts entlang den schönen Weinbergen an denen der bekannte Rheingau-Riesling wächst. In den bekannten Orten Eltville, Erbach, Hattenheim und Östrich Winkel stehen mäjestätische Villen am Ufer. Der Rhein wird hier von den Inseln Mariannenaue und Fulderaue in Seitenarme, die große und die kleine Gieß, geteilt. Schnell sind wir aber schon am Ziel , dem Campingplatz in Geisenheim. Am Nachmittag bauten wir noch unsere Zelte ab und machten uns auf den Heimweg.

Wieder war ein Wochenende viel zu schnell vergangen.

 

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