Wassersportverein Worms

Kanuwandern

 

Herbst 2001 - Kanufahrten auf drei Flüssen

auf der Werra

Die diesjährige Herbsttour führte 15 WSV-Kanuwanderer in der ersten Oktoberwoche zur Drei-Flüsse-Stadt Hannoversch Münden. Im Nachbarort Lippoldshausen waren wir im Gasthaus Zur Brücke bei der netten Familie Mühlhausen untergebracht.

Mit unserem Mannschaftskanadier „Wormser Star“ und  sechs Einerbooten paddelten wir in fünf Tagesetappen insgesamt 109 km auf den Flüssen Fulda, Werra und Weser.

Die erste Tagesstrecke führte auf der Fulda von Spiekershausen nach Hannoversch Münden. Der Fluss ist in diesem Abschnitt ein gemächlich dahin-fließendes Gewässer, das durch Wehranlagen reguliert wird. Die modernen Schleusen sind von den Paddlern selbst zu bedienen. Nach anfänglich trübem Wetter kam, nach der Mittagspause auf dem Niedersachseneck, die Sonne zwischen den Wolken heraus. Nachdem wir zweimal mit unseren Booten geschleust hatten, fuhren wir die gut angelegte Bootsgasse parallel zum letzten Wehr auch mit unserem Mannschaftskanadier hinunter. Am späten Nachmittag erreichten wir unser Ziel, das Bootshaus des Mündener Kanuclub.

Dort starteten wir am nächsten Tag zu der zweiten Etappe. Kurz hinter der Mündener Stadtschleuse fließen Fulda und Werra zusammen und Mittagsrast an einer öffentlichen Anlegestellebilden die Weser, die hier recht schnell nach Norden strömt. Der Fluss windet sich durch ein schönes abwechselnd weites und enges Tal. Der Reinhardswald am linken Ufer war schon bunt vom Herbstlaub. Mittagsrast machten wir an einer gut eingerichteten öffentlichen Anlegestelle für Kanuten im Ort Reinhardshagen. Am Abend ließen wir die Boote beim Campingplatz im Luftkurort Gieselwerder liegen.

Der dritte Tagesabschnitt führte uns dann weiter weserabwärts bis nach Beverungen. Rechts treten hier die Berge des Solling bis an den Fluss. Kurz nach der Pause im schönen nordhessischen Städtchen Bad Karlshafen, passierten wir die Mündung der Diemel in die Weser und mit flotter Strömung ging es weiter. Am ehemaligen Atomkraftwerk Würgassen amüsierte uns die „Elektrofischscheuchanlage“ (man beachte den Zungenbrecher). Beim WSV Beverungen beendeten wir unsere Weserreise. Dort wurden unsere Boote wieder auf den Anhänger geladen und mit zurück zu unserem Standquartier genommen.

Am vierten Tag starteten wir unsere Paddeltour auf der Werra direkt hinter der Schleuse im hessischen Bad Soden. Die Werra ist ein recht munter strömendes Flüsschen mit etlichen kleinen Schwallstrecken. Vorbei an kleinen Ortschaften, durch die Werraschleife bei Lindenwerra, entlang der ehemaligen Grenze zur DDR und durch den Werraduchbruch bei Werleshausen erreichten wir Witzenhausen. Beim dortigen Kanuclub konnten wir wieder unsere Boote  bis zur Weiterfahrt lagern.

Wie in jedem Jahr wurde auch dieses Mal ein Kulturtag eingelegt. Die fachmännische Führung durch die Stadt Hannoversch Münden mit Ihren 475 Fachwerkhäusern, durch das Rathaus sowie das Expo-2000-Projekt „Wasser“ war sehr interessant. Am Abend sahen wir uns sogar die beleuchteten Expo-Stücke nochmals an.

Am letzten Tag hatten wir noch einen Geburtstag zu feiern. Nach dem Ständchen und einem Glas Sekt nahmen uns nur noch einen kurzen Abschnitt zum Paddeln vor. Von Witzenhausen ging es auf der schnell fließenden Werra bis nach Laubach. Der letzte Paddelhöhepunkt war ein kräftiger Schwall bei Hedemünden. Am Zielort wartete eine deftige Vesper und nochmals ein Gläschen Sekt. Die Boote wurden dann endgültig verstaut und am nächsten Morgen nach dem Frühstück traten wir die Heimreise an.

Wir hatten bei der diesjährigen Herbstfahrt wieder einmal viel Spaß, viel Abwechslung, sehr gute Unterkunft und Verpflegung und waren rundum zufrieden. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und sind gespannt wohin es uns dann treibt.

S.R.

Paddler auf der Weser

 

 

 

 

 

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