Wassersportverein Worms

Kanuwandern

 

Herbstfahrt der Kanuwanderer 2003 an Mosel und Saar

Dort, wo die Mosel Frankreich verlässt, bildet sie auf etlichen Kilometern die deutsch-luxemburgische Grenze, bis zum luxemburgischen Städtchen Wasserbillig an der Mündung der Sauer. Schon etwa sechs Kilometer weiter mündet von rechts die Saar in die Mosel. Zwischen beiden Flussmündungen liegt der Ort Wasserliesch , in dem die Kanuwanderer des WSV in diesem Herbst ihr Quartier bezogen, um ihre Kanutouren durchzuführen. 

Die Herbstferien begannen dieses Jahr spät, so dass wir eigentlich mit schlechtem Wetter rechneten. Doch die Stimmung stieg gleich am ersten Sonntag, als wir bei strahlendem Sonnenschein unsere erste Paddeltour von der Ortschaft Besch nach Nittel unternahmen. Die Mosel ist in diesem Flussabschnitt reguliert , so dass sie nur wenig fließt, der Wind trieb uns sogar bei einigen Paddelpausen wieder stromauf. Bei Palzem überwanden wir in der Sportbootschleuse unser erstes Wehr. Da an unserem ersten Zielpunkt keine geeignete Ausstiegstelle war, paddelten wir an diesem Tag 22 km auf stehendem Wasser bis nach Nittel.

Dort war auch der Ausgangspunkt unserer zweiten Kanufahrt am Montag. Von Nittel nach Wasserliesch ist es zwar nur eine kurze Strecke, aber wir vergnügten uns noch an der Staustufe Grevenmacher, wo einige unserer Einerkajakfahrer die Bootsrutsche hinabfuhren. Die Mannschaftskanadier benutzten wieder die kleine Schleuse für Sportboote. Bei Wasserbillig ließen wir es uns nicht nehmen, den Kleinfluss Sauer noch bis zur ersten Stromschnelle von der Mündung her zu befahren.

Von Wasserliesch die Mosel hinab durch Trier bis hin zum malerischen Vorort Pfalzel führte uns unsere Paddeltour am Dienstag, an dem ein 10minütiger Nieselregen das einzige "nasse Ereignis" unserer diesjährigen Paddelwoche war. Die Stadtkulisse von Trier erschien uns vom Fluss aus betrachtet eher trist und grau.

Am Mittwoch stand „Kultur“ auf dem Programm. In der nahegelegenen Stadt Trier mit ihren noch gut erhaltenen römischen Bauwerken und der schönen Altstadt machten wir einen geführten Stadtrundgang und erfuhren einiges über die „älteste Stadt Deutschlands“. Anschließend besuchten wir noch das imposante Amphitheater am Rande der Altstadt, die Größe der Arena und die Katakomben waren beeindruckend.

Am Abend wurde uns bei einer Weinprobe die fast ausschließlich in der Region „Obere Mosel“ angebaute Weinsorte Elbling nahegebracht.

Obwohl schon einigen Paddlern bekannt, befuhren wir donnerstags die „alte Saar“ von Schoden nach Kanzem , paddelten dann bis zur Mündung der Saar in Konz und dann noch ein kurzes Stück die Mosel aufwärts nach Wasserliesch. Die alte Saar ist ein Flussabschnitt, der bei der Begradigung und Kanalisierung der Wasserstrasse abgeschnitten wurde und ist auf ca 7,5 Kilometer ein munter fließendes Gewässer mit kurzen Schwällen, das vom Wasserkraftwerk in Schoden gespeist wird. Bei unserer Mittagsrast feierten wir Martha´s Geburtstag mit belegten Brötchen, Wein und Sekt .

Am abschließenden Freitag paddelten wir dann die bekannte Saarschleife von Dreisbach bis nach Serrig bei allerbestem Wetter. Die Sonne tauchte die steilen Bergflanken in helles Licht, so dass die Blätter der Bäume in den schönsten Farben leuchteten ...Indian Summer an der Saar. In Mettlach wurden wir in der Sportbootkammer 11 Meter tief hinuntergeschleust. Nach der Mittagsrast paddelten wir bis zur Schleuse Serrig, wo die letzte Tour unserer diesjährigen Herbstfahrt endete.

Auch unsere mitgereisten Fuß- und Fahrradwanderer kamen in dieser Woche auf den gut angelegten Wegen entlang Mosel und Saar auf Ihre Kosten.

 

 

 

Video 0,7 MB / ca. 18 sek.


kurze Rast zwischendurch


in der Schleuse bei Grevenmacher


vor der Bastei von Pfalzel

Porta Nigra in Trier

auf der "alten Saar"

Regenschirme als Segel für den Mannschaftscanadier

in der Saarschleife