Wassersportverein Worms

Kanuwandern

Kanu - Herbstfahrt 2005 

 In den Herstferien 2005 veranstalteten die Kanuwanderer des Wassersportverein Worms Ihre alljährliche Kanuwanderwoche.
In Regenstauf , einem Städtchen 15 km von Regensburg entfernt , waren wir alle im Gasthof Metzgerwirt untergebracht. Für das leibliche Wohl wurde mit gutem Essen und dunklem Bier bestens gesorgt.Im Hof neben dem Biergarten, der direkt am Fluß liegt, hatten wir ausreichend Platz um unseren Bootshänger abzustellen. Der zentral gelegene Ort bot die besten Möglichkeiten unsere Tages-Kanutouren auf den nahen Flüssen Regen, Naab und Donau zu unternehmen. 
Unsere erste Tagestour führte uns von Neustadt bis nach Saal a.d. Donau. Bei strahlendem Sonnenschein paddelten wir entlang der herbstlich bewaldeten Hänge bis zu unserer Mittagsrast beim Kloster Weltenburg. Nach einer Vesper an der großen Kiesbank genehmigten wir uns noch ein schönes dunkles Bier aus der Klosterbrauerei. Nach Mittag paddelten wir dann weiter durch den beeindruckenden Donaudurchbruch. Steile, nackte Kalkfelsen ragen links und rechts auf, in scharfen Kurven windet sich die Donau durch den Bergrücken bis nach Kehlheim. Hier mündet der Main-Donaukanal , die Donau ist jetzt Schiffahrtsstrasse. Nach wenigen weiteren Kilometern hatten wir unsere erste Kanutour beim Ort Saal beendet.

 

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Indian Summer an der Donau
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im Donaudurchbruch
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 die Befreiungshalle bei Kehlheim / Donau

Am nächsten Tag setzten wir die Boote unterhalb des breiten Wehres in Kallmünz, wo die rasch fließende Vils in die Naab mündet, ein. Im warmen Sonnenschein paddelten wir unserem Mittagsziel, dem Wehr in Pielenhofen entgegen. An der Wehranlage bei Heitzenhofen mussten die Boote an der alten Schleuse umgetragen werden. Glücklicherweise hatten wir unsere Herbsttouren nur mit "kleinen" Booten geplant, da der niedrige Wasserstand dort für manchen Bodenkontakt sorgte. 
Auf der Schleuseninsel in Pielenhofen hatten unsere fleißigen Helfer schon ein reiches Buffet aufgebaut. Unsere Mitpaddlerin Martha feierte ihren 74. Geburtstag mit belegten Brötchen, Sekt und anderen Leckereien. 
Nach der ausgedehnten Pause wartete noch eine lange Paddelstrecke auf der gemächlich fließenden Naab auf uns, so daß wir erst zu später Stunde an unserem Ziel in Maria Ort, wo die Naab in die Donau mündet, ankamen.

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Einsatzstelle in Kallmünz / Naab
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auf der Naab unterwegs
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die Geburtstagstafel

Am Dienstag paddelten wir auf dem bekanntesten Wanderfluss im bayrischen Wald, dem Regen. Bei strahlendem Sonnenschein booteten wir in Nittenau ein. Schon nach der ersten Viertelstunde tauchten die in diesem Flussabschnitt bekannten Felsen im Flussbett auf. Bis zum Wehr bei Stefling ließen wir´s bei langsamer Strömung gemütlich angehen, den Geburtstag von Petra feierten wir diesmal mit Sekt und Süssigkeiten auf dem Wasser.
Das Wehr bei Stefling machte uns besonders Spaß. Teilweise wurden die Boote , insbesondere die Canadier, rund hundert Meter umgetragen, andere konnten nach 20 Meter umsetzen ihre Fahrt fortsetzen. Mit geeigneten Booten und etwas Mut konnte man aber auch die als Bootsgasse ausgebaute Fischaufstiegshilfe hinunterfahren, was sich als spektakuläres Schauspiel für uns Wanderpaddler erwies. Direkt hinter dem Wehr mussten die Boote durch Flachwasser getreidelt werden, bevor wir dann von der Strömung erfasst flott weiterpaddelten. Bis zu unserer MIttagsrast war es nicht mehr weit, aber wir hatten besonders Spass mit den zahlreichen Stromschnellen und den Felsen ,die umfahren werden mussten. Mittagspause machten wir nahe der kleinen Ansiedlung Marienthal an einem der gut angelegten Kanurastplätze. Danach paddelten wir durch das enge Mariental zwischen Felsen hindurch , die auch mal knapp unter der Wasseroberfläche "nach unseren Booten schnappten", oder - alle Boote hintereinander - durch enge Stromschnellen, die besonderes Geschick im Umgang mit Paddel und Boot verlangten. Nachdem wir die Ortschaft Heilinghausen passiert hatten fuhren wir dann auf ruhigerem Wasser bis Ramspau zum Ende unserer Tagestour.

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auf dem Regen unterwegs
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in der Bootsgasse
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riesige Felsen in Fluss, 
über und unter der Wasseroberfläche 

Der Mittwoch ist für gewöhlich unser Ruhetag in der Paddelwoche. Trotzdem wird dieser Tag genutzt um sich den Sehenswürdigkeiten der Region zu widmen. Nahe bei Donaustauf besichtigten wir die Ruhmes- und Ehrenhalle Walhalla. Die Walhalla ist von 1830-42 , im Stile eines griechischen Tempels, im Auftrag König Ludwigs I. erbaute Kunsthalle, in der die Marmorbüsten und Gedenktafeln deutscher Geistes- und Geschichtsgrößen ausgestellt sind.
Am Nachmittag machten wir dann noch eine Stadtführung durch die schöne Altstadt von Regensburg. Die auf die Römerzeit zurückgehende Siedlung an der Mündung des Regen in die Donau hat als kulturelle Höhepunkte nicht nur den Dom und die steinerne Brücke zu bieten, mehrere Reichstage und nicht zuletzt die Fürsten von Thurn und Taxis hinterließen in der Stadt Ihre Spuren.

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in der Ruhmeshalle Walhalla
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der Brückenturm der steinernen Brücke
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die Stadtsilhouette von Regensburg

Der Donnerstag begann mit neblig - trübem Wetter. Direkt bei unserem Gasthof in Regenstauf starteten wir unsere Paddeltour den Regen abwärts. Das Tal des Regen ist jetzt weit, die Berge links und rechts sind nicht mehr hoch. Im Tal verläuft jetzt neben der Bahn und der Bundesstraße auch die nahe Autobahn, man spürt die Nähe der Großstadt Regensburg. Bei kaltem Wind paddelten wir bei mäßiger Strömung bis Regendorf, wo wir am Wehr kurz umtragen mussten. Mittagsrast machten wir dann auf einer Wiese bei Zeitlarn; den im Flussführer beschriebenen Badeplatz suchten wir vergeblich. Während der Mittagszeit kam dann noch die Sonne zum Vorschein und erwärmte unsere durchgefrorenen Glieder. Kurz nach der Pause wurde die Bootsgasse am Wehr Pielmühle zum spritzigen Erlebnis. Von dort aus war es dann nicht mehr weit bis nach Regensburg wo im gleißenden Sonnenschein von weitem die Silhouette des Dom zu bewundern war. Nur ein paar hundert Meter hinter der Schifffahrtsschleuse ( hier ist der Regen die Schifffahrtsstrasse , nicht die Donau ) beendeten wir bei der DLRG am rechten Ufer unsere Tagestour. 

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Einstieg in Regenstauf
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bei strahlendem Sonnenschein
 auf dem Regen
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am späten Nachmittag, 
im Hintergrund der Regensburger Dom

Am letzten Paddeltag wählten wir nur eine kurze Paddelstrecke, um am Nachmittag noch genug Zeit zum verstauen der Boote und sonstigem Gepäck zu haben. Im Marktflecken Burglengenfeld setzten wir die Boote an der Festwiese in die Naab. Nebelschwaden tauchten die Flusslandschaft in bizarre Ansichten. In jedem schemenhaft zu sehenden Strauch konnte man eine Hexe oder ein wildes Tier erkennen. Bei Mossendorf umfließt die Naab eine große Insel an deren Ende wir Paddler uns wieder trafen, nachdem wir uns vorher kurz verloren hatten. Bald kamen wir zum Wiesenwehr bei der kleinen Gemeinde Eich, wo wir etwas mühsam umtragen mussten. Nach etwa einer halben Stunde Weiterfahrt kam langsam die Sonne durch den Nebel und gab den Blick frei auf wunderschöne herbstlich bewaldete Hänge. Kurz vor unserem Ziel in Kallmünz ragten noch die steilen Felsen und die wachholderbestandenen Trockenwiesen einer sogenannten "Leite" in den blauen Himmel auf. Mit der mitgebrachten Vesper und einer guten Flasche Rotwein in der wärmenden Sonne sitzend beendeten wir unsere Kanuwoche am malerischen Wehr im schönen Marktflecken Kallmünz.

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Nebelschwaden über der Naab
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 sonnenbeschienene steile Kalkfelsen 
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der Brückenheilige in Kallmünz

 

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Paddler auf der Naab 
Video: ca. 2,2Mb
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Die ersten Sonnenstrahlen im Herbstlaub
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spritzige Fahrt in der Bootsgasse
Video : ca. 2.3 Mb

 

 

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PS: Auf Grund der öfters unbespielbaren Plätze 
musste die diesjährige Tipp-Kick Pokalrunde 
in Worms beendet werden. 
Sieger war 2005 Sportkamerad Rainer Born.