Wassersportverein Worms

Kanuwandern

 Altwasser-Rundfahrt 

sr.  Wegen der mühsamen Portage lohnt es sich nur für eine kleine Gruppe unserer Kanuwanderer, die sich nicht scheuen durch Brennnessel und Schlamm ihre Boote ein steiles Ufer hoch zuschleppen, und dann hundertfünfzig Meter weiter am steinigen Ufer wieder in den Rhein einzubooten. Dennoch - es lohnt sich!

Im Spätsommer fuhren wir unter der Woche frühmorgens mit den Booten auf dem Autodach von Worms nach Otterstadt. An einem Campingplatz am Angelhofer Altrhein setzten wir vier Unentwegten unsere Boote ein. Durch das Naherholungsgebiet Reffental, dann vorbei an ehemaligen Militäranlagen entfernten wir uns vom Alltagstrubel rundum. Einem Haubentaucher mit seinen Jungen schenkten wir eine zeitlang unsere Aufmerksamkeit.
Am südlichen Ende des Altwassers mussten wir dann die oben beschriebene Schlepperei vornehmen. Aber bei der kleinen Truppe, wo jeder dem anderen zur Hand geht, lässt sich das bewältigen.
Linksrheinisch, fast unter der A61- Brücke, setzten wir die Boote wieder im Rhein ein. Auf dem Rhein fuhren wir ein paar Kilometer stromab, bis wir rechtsrheinisch in die Einfahrt des Ketscher Altrheines hineinpaddelten. Aus der seeartigen Erweiterung dieser Einfahrt strömt aus der Nordostecke das Altwasser recht zügig an den Ortschaften Ketsch und Brühl vorbei. Etwa 6 km lang paddelt man hier durch den naturbelassenen Auwald.


auf dem Ketscher Altrhein

Direkt an der Mündung in den Rhein befindet sich das sehr schöne Bootshaus des Wassersportverein Brühl mit guter Anlandemöglichkeit, wo wir eine ausgedehnte Mittagspause machten. Währenddessen kamen weitere Paddler der Mannheimer Kanugesellschaft, die eine Paddeltour auf dem Rhein unternahmen. Ein paar Neuigkeiten und Tipps untereinander wurden freundlich ausgetauscht.
Wir vier Wormser fuhren dann auf dem Rhein wieder ein kurzes Stück bis zur linksrheinischen Einfahrt in den Otterstädter Altrhein. Dort paddelten wir dann wieder in großem Bogen in südlicher Richtung durch den weit verzweigten Altwasserarm, der mit seinen riesigen Wasserflächen vielfältig als Freizeitgebiet und zum Auskiesen genutzt wird.
In der hinteren südlichen Ecke des Otterstädter Altrheines beendeten wir unsere Fahrt,  zu Fuß etwa 300 Meter von der Stelle entfernt, an der wir morgens die Boote einsetzten.

Es ist kaum zu glauben, dass Unweit des Rhein-Neckar Ballungsgebietes noch so viel Ruhe und Landschaft zu finden ist.


Altwasser- Rundfahrt 2006