Wassersportverein Worms

Kanuwandern

 

Sommerfahrt 2006 der Kanuwanderer

sr. Unsere diesjährige WSV-Vereins-Sommerfahrt führte uns nach Gemünden am Main.
Schon zum wiederholten mal paddelten wir dort auf der fränkische Saale und einen kurzen Abschnitt des Main.

Freitag abends waren alle WSV-Paddler auf dem Zeltplatz in Gemünden eingetroffen und Zelte und Wohnanhänger aufgebaut. Nach dem Abendbrot saßen wir noch gemütlich zusammen und besprachen die Tagesprogramme für das Wochenende.

Samstag morgen fuhren wir dann mit unseren Booten auf dem Bootsanhänger nach Diebach. Dort , am linken Ufer unmittelbar bei der Brücke hinter der Wehranlage, ist ein Einstieg für Kanuwanderer. Nachdem die Boote abgeladen und die PKW mit Bootsanhänger im Ort abgestellt waren starteten wir mit unserer Einern und den kleinen Kanadiern flussabwärts. 

Schon nach wenigen Metern fließt von rechts der Mühlenkanal zu und die sanfte Strömung erfasst die Boote. Auf dem schmalen Fluß mit den überhängenden Bäumen wird es in der abgeschiedenen Landschaft ruhig, nur die Paddelschläge und gedämpfte Unterhaltung unterbrechen die Stille. Nach kurzer Zeit muss das Wehr an der Neumühle mühsam umtragen werden, danach bilden eine kleine Felsbarriere , enge Kurven oder ein flacher Absturz die einzigen Schwierigkeiten im Flusslauf. 

An der Rossmühle müssen wir unsere gesamt Ausrüstung ca. 100 Meter weit umtragen. Die dortige Pontonbrücke und das wasserlose Wehr ( ein Rinnsal ) sind ein unüberwindbares Hindernis. Der  Zeltplatz lädt auch nicht zum Verweilen ein, weshalb wir unsere Mittagspause bis zum Wehr bei Gräfendorf verschieben.

Vorbei ging´s am Dörfchen Michelau und bald danach erreichten wir Gräfendorf. Nachdem wir am Wehr die Boote umgetragen hatten machten wir nahe der Mündung der Schondra unter ein paar Kastanienbäumen unsere Mittagsrast.

Ein paar kurze Schwallstrecken , das Wehr in Wolfsmünster (Befahren oder mühsam Überheben) , das Wehr beim Kloster Schönau umtragen , langweilig wurde es uns auch am Nachmittag nicht. Kurz vor unserem Ziel, schon im Bereich des Campingplatzes von Gemünden, wartet noch ein verfallenes Wehr auf die Paddler das man unbedingt befahren sollte. Nach ein paar hundert Metern hatten wir dann unser Etappenziel erreicht.

beschauliches Paddeln 
in idyllischer Landschaft

Die fränkische Saale
in  Gemünden

Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück wurden Fahrzeuge nach Lohr am Main vorgestellt. 
Nachdem wir am Campingplatz losgepaddelt waren erreichten wir schon bald die Mündung der Saale in den Main. Der Main wird hier von der Großschiffahrt befahren, jedoch lange nicht so häufig frequentiert wie der Rhein. Entlang der Uferpromenade von Langenprozelten paddelten wir in Richtung Steinbach wo wir in der Sportbootschleuse unsere Boote ins Unterwasser schleusten. Bald darauf erreichten wir unser Tagesziel in Lohr. Die Sonntagsfahrt war nur kurz, da wir noch am gleichen Nachmittag unsere Zelte zusammenpacken mussten und die Heimfahrt antraten.

Alles in allem war dies wieder ein gelungenes Somerfahrt-Wochenende.

Hinweis: Entgegen den Angaben in älteren Flusswanderbüchern ist die Fischtreppe am Gräfendorfer Wehr nicht zu befahren. Auch nicht, nachdem eine schöne Fischaufstiegshilfe um dieses recht hohe Wehr gebaut wurde. Man sollte bei seiner Fahrtenplanung auf der fränkischen Saale berücksichtigen, dass die meisten Wehranlagen nicht befahren werden dürfen. Das hat aus Landschafts- und Naturschutzgründen schon seinen Sinn. Ausführliche Beschreibungen findet man in der neueren Kanuliteratur!